Das Sommerfest
eingesandt von Elfie Vrösch

Ich weiß eigentlich gar nicht wie ich darüber schreiben soll?!

Am Samstag haben wir uns zum Sommerfest der Landesgruppe  NRW getroffen. 24 Leute kamen mit ihren Hunden und es war wirklich schön. Die Welpen spielten miteinander und die Hundebesitzer haben neue Kontakte geknüpft. Es wurde wie immer über die „Dicken“ gefachsimpelt und dabei lecker gegessen und getrunken. Die Grillhütte lag optimal mitten im Wald, so dass wir uns wirklich ungestört mit den Hunden aufhalten konnten.

Unsere Freundin Elfie kam auch und hatte Ra, Xsavien und Blue dabei. Irgendwann ging sie auf die angrenzende Wiese, rief mich
auf einmal und sagte Xsavien hätte einen Knubbel an der Seite, ob hier ein Tierarzt wäre.
Ich lief zu ihr und in diesem Moment brach Xsavien zusammen. Wir sind sofort zu einem Tierarzt „gerast“, der 1 km entfernt war. Nachdem der Hund an einen Tropf angeschlossen wurde, machten sie einige Röntgenbilder, wonach gesagt wurde:


Darmverschluss - er muss sofort in eine Klinik.
Wir sind dann sofort los. Elfie hinten mit Xsavien am Tropf. Als wir in einer Klinik bei Köln ankamen (Xsavien lag auf der Erde und kam aus eigener Kraft nicht mehr hoch), wurden erstmal Papiere ausgefüllt und diese dann mit aller Ruhe in den PC eingegeben.
Wir sind fast verrückt geworden.

Dann wurde Blut abgenommen und geröntgt und die Ärztin meinte es wäre auf jeden Fall eine Darmdrehung, woraufhin ich sagte, das auf den anderen Bildern der Darmverschluss tiefer lag. Ja, sagte sie das könnte sein, aber auf jeden Fall hätte er auch eine Drehung und die müsste operiert werden, falls noch ein zusätzlicher Verschluss vorhanden sei, sehe man das ja bei der OP. 

Dann kam der Clou aller Zeiten!!!
 Als wir sagten, bitte sofort operieren, meinte sie:
Die OP kostet Minimum 700 € und wenn wir nicht 350 €
anzahlen, mache sie den Hund erst gar nicht „auf“.!!!

Da nicht jeder, der zu einem Grillfest geht, 350 € mit sich rumschleppt, hatten wir ein Problem.
Elfie rief ihren Lebensgefährten Jörg an, der mit einem Freund unterwegs war und er sagte: Wir kommen und bringen das Geld,
aber wir brauchen ca. 1 Stunde bis zu dieser Klinik.
Wir sagten der Ärztin, sie möge bitte doch endlich anfangen,
das Geld wird gebracht.
Dann hat sie erstmal ein anderes Tier behandelt, (kein Notfall) ist geschäftig im Flur hin und her gelaufen und siehe da,
die Stunde war um und Jörg und sein Freund da.
Als dann schon eine halbe Stunde das Geld da war, wurde Xsavien endlich in den OP gefahren.
Mittlerweile war er gar nicht mehr ansprechbar.
Er kam gegen 0:45 Uhr in den OP und starb ca. 45 Minuten später.
Über alles andere kann und will ich nicht mehr schreiben, aber jeder, der seine Hunde liebt, weiß es auch so.


Wo bleibt die Ethik und die Liebe zum Tier?
Geht es nur noch ums Geldverdienen?
Es sei auf jeden Fall gesagt, jeder, der mit seinem Tier unterwegs ist, sollte immer genügend Geld dabei haben, denn nicht immer ist der Arzt Deines Vertrauens in der Nähe.

Xsavien, wir werden Dich nie vergessen!!!